1.Preis Video: „X-Border – How to step Accrosss Borders“

 

Bei der Sichtung und Bewertung eingereichter Wettbewerbsbeiträge orientiert sich eine Jury zunächst einmal an klassischen Kriterien wie Professionalität, mediale und technische Umsetzung, kreativer oder gar experimenteller Einsatz filmtypischer Stilmittel und natürlich auch an der Aktualität und Relevanz des gewählten Themas.

Angesichts der vielfältigen und weitgefächerten Möglichkeiten und Aufgaben der Bürgermedien, angesichts der – oft multimedialen- Kooperationen mit sozialen, künstlerischen und v.a. gesellschaftspolitisch aktiven Initiativen vor Ort, bedarf es bei Beiträgen im Rahmen des Bürgermedienpreises aber eines tieferen Blickes durch die Jury, da die eingereichten Beiträge oftmals ein Projekt lediglich beschreiben, dokumentieren oder zusammenfassen.

Ich bin der Jury sehr dankbar, dass sie diesen umfassenderen  Blickwinkel und somit auch den Blick hinter das Projektergebnis hier eingenommen hat und ein Projekt aus Flensburg somit als Ganzes bewertet und mit dem 1. Preis gewürdigt hat.

X-Border – How to Step Across Borders ist ein bemerkenswertes Gemeinschaftsprojekt, Partner waren neben dem Offenen Kanal Flensburg ein soziokulturelles Zentrum der Stadt und das regionale Beratungszentrum gegen Rechtsextremismus.

 

Die Filmdokumentation und erst recht die gezeigten Ausschnitte bleiben als Zusammenfassung eines mehrmonatigen Projekts  an der Oberfläche. Das Projekt selbst gibt geflüchteten Jugendliche eine Stimme und einen Raum, sich mit der eigenen Lebens-und Fluchtgeschichte auseinander zu setzen, Hoffnungen und Perspektiven in der neuen Heimat zu formulieren und sich so für Werte wie Solidarität, Toleranz und Freiheit aktiv einzusetzen.

 

Entstanden ist so ein durch und durch authentisches Medienprojekt, geprägt durch strake, emotionale Momente, aber auch ein Stück Ratgeber-Sendung für andere Jugendliche. Auf alle Fälle entstanden ist ein würdiger 1. Preisträger-Beitrag eines solchen Wettbewerbs, gilt es doch auch und gerade für die Bürgermedien, Impulse für den interkulturellen Dialog und das soziale Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu vermitteln.

Unser Glückwunsch geht an das Team nach Flensburg, hier und heute vertreten durch die dänische Künstlerin und Projektleiterin Luise Vind Nielsen.